08.09.10
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VDRJ Preis 2009 an Prof. Karl Born

VDRJ-Preis 2009 an Prof. Karl Born (Mitte)

Preisverleihung auf der ITB 2009 - VDRJ-Preis an Prof. Karl Born (Mitte). VDRJ-Vorsitzender Jürgen Drensek (links) und Laudator Rolf Nöckel (rechts) überreichen das bronzene, prähistorische Wagenrad vom Federsee an den Touristik-Professor der Hochschule Harz

Ist er nun vom Saulus zum Paulus geworden? Jetzt, wo der ehemalige Tourismus-Manager zum lautesten Mahner der Branche mutierte. Einer, der in seinen montäglichen bissigen Bemerkungen zielsicher die Schwächen der touristischen Industrie aufspießt und mit großem Sachverstand,viel Mutterwitz und dem nötigen Insiderwissen den Managern den Spiegel vorhält. Es ist leider ein Spiegel, der auf die Frage nach der eigenen Schönheit im Land oft eine ähnlich vernichtende Antwort gibt, wie im Märchen...

Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten hat sich entschieden, den VDRJ-Preis für besondere Verdienste um den Tourismus im Jahr 2009 an Prof. Karl Born zu verleihen. Nicht, weil er so witzig schreibt, nicht, weil er in früheren Zeiten als TUI-Vorstand augenscheinlich der letzte in der Branche war, der sich noch Innovationen zum Vorteil der Kunden ausdachte - nein, es ist die wöchentliche Mahnung eines Tourismus-Experten an die "Macher" auf allen Ebenen, das Wohl des Reisenden nicht aus den Augen zu verlieren.

Von daher ist sich die Berufsvereinigung der Reisejournalisten etwas untreu geworden, den VDRJ-Preis nur an Nicht-Journalisten zu verleihen. Das, was Karl Born jede Woche publiziert, ist bester Reisejournalismus in kompakter Form. Der Preis also auch eine Mahnung an den eigenen Berufsstand, den Blickwinkel des Reisenden immer besonders zu berücksichtigen.

 Laudatio auf Prof. Karl Born durch den Ressortleiter Reise der Westdeutschen Zeitung, Rolf Nöckel